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Materialkunde: Moshärte
Genau wie ein Kristallsystem von der Anordnung der Atome bestimmt wird, so entscheidet die Stärke der Bindungen zwischen den Atomen über die Härte eines Kristalls - eine Eigenschaft, die bei Edelsteinen von großer Bedeutung ist. Die Härte läßt sich ganz einfach als der Grad der Kratzfestigkeit eines Stoffes definieren. Da Edelsteine im Gebrauch ständig in Gefahr sind, mit kratzenden Gegenständen in Berührung zu kommen, hängt es von ihrer Härte ab, ob sie über lange Zeit hinweg ihre Schönheit behalten oder so leicht beschädigt werden können, daß sie als Schmuckstücke von geringerem Wert sind. Im Jahre 1812 stellte der Wiener Mineraloge Friedrich Mohs eine nicht sehr differenzierte, aber für die Praxis nützliche Skala der Ritzhärten von Mineralien auf, die auch heute noch verwendet wird, allerdings meist nur bei Edelsteinen von geringerem Wert. Diese in zehn Stufen eingeteilte Skala definiert die Härtewerte dadurch, welches Mineral ein anderes ritzt. Besonders bedeutsam ist die Härte 7 des Quarzes. Quarz ist auf der Erde allgegenwärtig, in Form von Sandkörnern und sogar als Staub in der Luft. Wo und wann immer Edelsteine von Menschen als Schmuck getragen werden, kommen sie unausweichlich mit Quarzpartikeln in Berührung, und Edelsteine der Härtegrade unter 7 werden deshalb durch die ständige Einwirkung kleiner Quarzkörner im Laufe der Zeit matt. |
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