Diamanten finden in der heutigen Zeit Verwendung in vielen Bereichen. Der sehr seltene Edelstein wird wegen seiner spezifischen Struktur als härtestes, bekanntes Mineral betrachte und ist daher und aufgrund seiner Seltenheit besonders wertvoll.
Verwendung findet dieser Edelstein in verschiedenen Formen, von denen die bei Weitem häufigsten der unbearbeitete Rohdiamant und die bearbeitete, geschliffene Form sind. Letztere wird dann oftmals zu verschiedenen Zwecken mit einer Fassung versehen.
Rohdiamanten sind, wie der Name bereits nahelegt, die unbearbeiteten Steine, wie sie in ihren Lagerstätten vorgefunden werden. In manchen Bereichen findet eine grobe Bearbeitung statt, damit die Steine überhaupt verwendet werden können. Manche besonderen Stücke bleiben allerdings genau so, wie sie vorgefunden wurden und sind begehrte Sammlerstücke.
Sobald ein Diamant allerdings mit einem Schliff versehen wird, ist er kein Rohkristall mehr. Geschliffene, lose Steine werden im industriellen Bereich für verschiedene Zwecke verwendet. Sie stellen allerdings mit dem richtigen Schliff ebenfalls Sammlerstücke dar und können als Wertanlage Verwendung finden.
Wirklich komplex werden die Anwendungsmöglichkeiten allerdings erst, wenn der Stein mit einer Fassung versehen wurde. In dieser Form ist der Diamant ein begehrter Schmuck, aber auch ein bewährtes Werkzeug und in vielen Bereichen mittlerweile unverzichtbar.
Verwendung zu kultisch - religiösen Zwecken
Seine Seltenheit machte den Diamanten schon früh in der Geschichte der Menschheit zu einer Besonderheit. Sein alter Name Adamant leitet sich vom griechischen Wort ‚adamas‘ - unbezwingbar - her.
Aufgrund seiner besonderen Eigenschaften betrachteten schon die Babylonier, Ägypter oder Griechen ihn als ‚König der Steine‘ und schrieben ihm besondere Kräfte zu. Oft wurde er mit hohen Gottheiten assoziiert und als Talisman getragen.
Und selbstverständlich steht er, aufgrund seiner Unvergänglichkeit, auch als Symbol für ewige Liebe, weswegen Diamanten traditionsgemäß ganz besonders häufig in Verlobungs- und Eheringen verarbeitet werden.
Verwendung zu mystisch - therapeutischen Zwecken
Der Diamant gilt seit jeher als Stein des Geistes, der Weisheit und des Intellekts und soll zu gedanklicher Klarheit, Ausgeglichenheit und Selbstachtung verhelfen. Seine stärkende Wirkung auf die Willenskraft soll bei Entwöhnungs- und Entziehungskuren behilflich sein und vor seiner Reinheit können Eifersuchtsgefühle nicht bestehen, weswegen ihm eine positive Wirkung auf Liebesbeziehungen zugeschrieben wird. Außerdem steht der Diamant symbolisch für unverbrüchliche Treue und Wahrheit.
Seine mystische Kraft entfaltet der Stein am ehesten als ungeschliffener Rohkristall. Er wird jedoch auch gefasst am Körper getragen oder in geschliffener Form auf die Stirn aufgelegt.
Verwendung zu heilpraktischen Zwecken
Die verschiedensten Völker schrieben dem Diamanten besondere Heilkräfte zu. In der Antike galt er als Stein der Steine und wurde als Pulver zu einem Elixier verarbeitet, das gegen Blasen- und Nierenleiden verabreicht wurde. In Indien gilt er noch heute als Allheilmittel gegen alle Arten von Gebrechen, das den Körper stärken und Schmerzen lindern kann. Und der katholischen Heiligen Hildegard zufolge soll ein Diamant im Mund Trunksucht, Lüge, Bosheit und Hinterlist heilen.
In der modernen Edelsteinmedizin wird der Diamant wegen seiner Wirkung auf das Scheitel-Chakra geschätzt und als Elixier zur Reinigung der Energiezentren und des Körpers eingesetzt. In Gold oder Platin eingefasst wird ihm beruhigende Wirkung auf das Nervensystem zugesprochen.
Bei heilpraktischen Anwendungen wird der Rohdiamant als unübertroffene Kraftquelle ebenso verwendet, wie fein gemahlenes Diamantpulver zur Einnahme.
Verwendung für dynastische Zwecke
Als unvergänglicher Schmuckstein hat der Diamant auch in dynastischer Hinsicht einen hohen Stellenwert. Altehrwürdige Familien, Adels- und Königshäuser bemühten sich schon früh um Symbole für die Beständigkeit ihrer Dynastien. Und der Diamant ist aufgrund seines Wertes natürlich ein großartiges Symbol hierfür.
Beispielhaft dafür stehen die neun größten Bruchstücke des 1905 entdeckten Cullinan-Diamanten - des größten, jemals gefundenen Rohdiamanten der Welt - die heute Teil der britischen Kronjuwelen sind. Oder der aus Indien stammende Orloff-Diamant, der das Zepter der russischen Zaren krönte. Oder auch der sogenannte ‚Blaue Wittelsbacher‘ - nach dem Hope Diamanten der größte blaue Diamant der Welt - der im 18. Jahrhundert die Krone des bayrischen Königshauses zierte.
Verwendung zu Schmuckzwecken
Eine der bekanntesten Anwendungen für gefasste Diamanten und Brillanten ist natürlich der Schmuckbereich. Besonders aufgrund seiner Seltenheit, aber auch aufgrund seiner Vielseitigkeit und seiner Symbolwirkung wird der Diamant als Krönung eines Schmuckstückes hochgeschätzt. Ein Brillant in einem Verlobungs- oder Ehering lässt das Herz vieler Frauen höher schlagen und ein Diamant-Collier oder Diadem ist ein königliches und äußerst wertvolles Schmuckstück.
Namhafte Beispiele für berühmte Schmuckstücke sind zahlreich. Die ‚Stern von Sierra Leone-Brosche‘ wurde beispielsweise mit sechs lupenreinen Bruchstücken des gleichnamigen Steins besetzt, der als drittgrößter Diamant der Geschichte gilt.
Aber auch und gerade die kleinsten, in Fassungen gesetzten Brillanten spielen in der Schmuckwelt eine wichtige Rolle. Sie erlauben es nämlich auch den finanziell nicht gar so gesegneten Menschen, ein Stück unvergänglicher Brillanz bei sich zu tragen.
Verwendung in Sammlungen
Besondere Sammlerstücke sind oft Rohdiamanten mit besonderen Farben, Merkmalen oder natürlich Dimensionen. Große Rohdiamanten werden zwar häufig aufgebrochen und in kleinere Stücke zerteilt, damit man diese zu Schmuckstücken weiterverarbeiten kann, aber manche konnten auch in Gänze bearbeitet werden.
Das wohl bekannteste Sammlerstück dieser Art ist der Hope-Diamant, den man heute im Smithsonian Institute in Washington bewundern kann. Aber auch der Dresdner-Grüne-Diamant findet sich auf der Liste der größten Diamanten. Und angeführt wird diese vom sogenannten ‚Incomparable‘ - dem Unvergleichlichen. Einem ungewöhnlich geschliffenen, gelben Stein mit sagenhaften 407,5 Karat.
Aber selbstverständlich gibt es auch kleinere Sammlerstücke in allen Farben und Formen in öffentlichen und privaten Sammlungen auf der ganzen Welt.
Verwendung für technische Zwecke
Diamanten finden nicht erst in der Neuzeit Anwendung im technischen Bereich. Ihre Härte machte sie schon früh zu einer nützlichen Ergänzung herkömmlicher Werkzeuge. Aber wirklich gezielt für technische Zwecke einsetzbar wurden sie erst mit der Entwicklung der Bearbeitungstechniken im 13. Jahrhundert.
Heutzutage werden diamantbesetzte Werkzeuge in unzähligen Bereichen eingesetzt. Und daneben finden die Steine selbst Anwendung als Schneid-, Bohr- und Schleifwerkzeuge.
Verwendung für wissenschaftliche Zwecke
Auch die Wissenschaft hat zahlreiche Möglichkeiten gefunden, Diamanten einzusetzen. Und die vielseitigen Eigenschaften des Steins scheinen immer noch weiter neue Möglichkeiten hervorzubringen.
So wird der Diamant beispielsweise bei der Analysetechnik namens Infrarotspektroskopie eingesetzt, weil er Infrarotstrahlung nur in geringem Umfang absorbiert. Aber neuen Erkenntnissen zufolge könnte er sich auch als das erfolgversprechendste Material erweisen, um irgendwann einen sogenannten Quantencomputer zu entwickeln - einen Supercomputer, der mit Lichtwellen arbeitet.
Verwendung als Investment, Kapital- und Wertanlage
Eine weitere grundlegende Verwendungsmöglichkeit von Diamanten basiert auf ihrem reinen Wert. Besonders bearbeitete und natürlich gefasste Diamanten können sehr hohe Preise erzielen. Und es ist extrem unwahrscheinlich, dass sie in absehbarer Zeit an Wert verlieren.
Diamanten lassen sich zwar synthetisch herstellen, das Verfahren ist jedoch immens teuer und mindert den Wert der natürlichen Steine daher nicht. Dementsprechend ist ein Diamant eine beträchtliche Wertanlage, die nicht nur weitaus weniger sperrig ist, als Gold oder andere Edelmetalle, sondern auch sehr viel schöner anzusehen.
Und sollte die Wissenschaft noch schneller voranschreiten, was die Entwicklung neuer Anwendungsbereiche für Diamanten angeht, kann der Wert dieser Investition beträchtlich in die Höhe schnellen.